2007 Djerba

Im September 2007 wollten Corinne und ich spontan noch eine Woche Strandurlaub einlegen. In der Schweiz ging es schon langsam in Richtung Herbst, da gibt es natürlich nichts bessers als sich in etwas südlichere Gegenden zu begeben. Es sollte möglichst günstig und möglichst warm sein. Schnell kamen wir auf Tunesien – genauer gesagt auf die Insel Djerba. Für ca. 380 Euro inkl. Flug buchten wir dort das 4-Sterne Hotel Azuera in Midoun.

Am 15. September ging es los. In Tunesien angekommen wurden wir im Bus schon mal aufgeklärt über die üblichen Vorkehrungen wie dass kein Leitungswasser getrunken darf und auch auf Eiswürfel in Getränken verzichtet werden soll. Denn in Tunesien verlaufen alle Wasserleitungen überirdisch, sprich sie sind permanent in der prallen Sonne.  Und das wiederum bekommt dem wohlgenährten Schweizer wohl nicht so gut.

Das Hotel wurde 2007 neu eröffnet und war dementsprechend sehr sauber und gut gebaut. Einziger Nachteil war, dass man zum Strand ca. 15 Minuten Fussweg hatte und das teilweise durch sehr tiefen Sand. Das Meer war dafür herrlich und der Hoteleigene Strandabschnitt immer durch einen Hotelangestellten bewacht. Dies war auch nötig – denn wie wir schnell feststellen mussten, wurden alle unsere Befürchtungen erfüllt. Permanent wurden wir durch Einheimische angesprochen, selbst wenn wir auf den Liegestühlen am Schlafen waren kamen  Rufe. Und wenn die Tunesier auch sehr schmeichelnd sind, auf keinen Fall darauf eingehen, sonst hat man sie an der Backe.

Die mühsamen Tunesier haben wir dann auch schnell im Hotel bemerkt, wo wir vom Kellner bis zum Animateur einfach nur angebaggert wurden. Und sobald wir das Hotel verlassen hatten, kamen die Rufe von der Strasse her. Also definitiv nicht wirklich das was man sich für Urlaub wünscht. Sonst hätten wir auch eine Woche im Zoo in ein Gehege können.

Naja trotz allem haben wir vor Ort noch einen Ausflug gebucht: einen Ritt auf einem Kamel durch die blaue Lagune. Aus dem Kamel wurden dann Dromedare mit einem komischen Polster rund um den Höcker. Das hat sich ganz toll angehört, aber sobald sich das Dromedar das erste Mal fortbewegt hatte war mir klar, dass dies nicht ganz so lustig ist. Das hat vielleicht gewackelt auf dem Ding! Lustig war es allemal und das Meer auch wirklich schön türkisblau. Ich habs dann aber am nächsten Tag gemerkt, hatte unglaubliche Rückenschmerzen von dem Vieh. Jenu Dromedare werden wohl nicht mein bevorzugtes Reisemittel.

Auch einen Ausflug nach Houmt Souk, der Hauptstadt von Djerba, haben wir noch vor Ort gebucht und so noch etwas mehr von Land und Leuten gesehen.

Nach einer Woche sind wir dann braungebrannt wieder nach Hause geflogen. Ein zweites Mal würde ich glaube ich nicht mehr nach Tunesien fliegen. Es war zwar günstig und schön, aber diese Männer dort gehen einfach überhaupt nicht.